In Mama

Was ich dieses Jahr über mich gelernt habe

Über mich

Heute schreibe ich wieder einmal frei von der Leber weg, manchmal brauche ich das. Meine Gedanken mit euch teilen – euch daran teilhaben lassen.

Das Jahr 2019 ist nun fast vorbei – unglaublich. Jedes Jahr denke ich, dass die Zeit irgendwie schneller läuft.

Je älter man wird, je schneller läuft die Zeit, das hat was Wahres, wie ich finde.

Kürzlich habe ich innerlich reflektiert, was ich bisher über mich gelernt habe. Aber was besonders im Jahr 2019?

Das Jahr 2019 war ein sehr turbulentes und abenteuerliches Jahr für uns als Familie. Viele Änderungen haben wir erlebt und wunderbar Neues erlebt.

Es ist ja tatsächlich so, dass man im Leben nie ausgelernt hat, auch das ist wahr. Man lernt vor allem viel über sich selbst.

Mit einer lieben Freundin (<3) habe ich mich viel über dieses Thema unterhalten und ich muss sagen, dass man wirklich viel umsetzen kann. Man muss sich halt mehr darauf achten, aber es lohnt sich.

Was ich aber besonders über mich gelernt habe, vor allem seitdem ich Kinder habe:

  • Meine eigenen Grenzen wahrzunehmen und ganz wichtig: das auch so zu kommunizieren!
  • Geduld haben (eine grosse Schwäche von mir – jeder hat Schwächen 🙂 )

Meine Kinder lehren mich jeden Tag aufs Neue, dass ich geduldiger werden kann

  • Man kann es nicht jedem recht machen!
  • Öfter mal Haushalt Haushalt sein lassen 🙂 (wer mich kennt, weiss, dass ich ganz schön perfektionistisch bin, was den Haushalt angeht)
  • Öfter nein sagen, wenn man merkt, dass etwas nicht stimmt
Über mich
Wo sind die eigenen Grenzen?

Vor allem der erste Punkt hat mich dieses Jahr wieder extrem herausgefordert. An vielen Stellen habe ich einfach gemerkt, dass ich einen Gang kürzer schalten muss und auf mich (und meine Familie) schauen muss.

Gerade die Ausnahmesituation mit dem Schlafentzug in den ersten sechs Monaten war so heftig, dass wir als Familie einfach Abstriche machen mussten. Natürlich stiessen wir nicht überall auf Verständnis, aber ich denke, alle, die in einer solchen Situation waren, wissen, was ich meine.

Geduld oder doch Ungeduld?

Thema Geduld. Eine wahrliche Schwäche von mir. War ich doch schon als Kind der ungeduldigste Mensch überhaupt.

Kinder lehren einen Geduld – eine Tatsache, welche ich seit fast fünf Jahren jeden Tag aufs Neue lerne.

Seitdem ich Kinder habe, begegne ich dieser persönlichen Schwäche jeden Tag, merke aber, wie ich immer wieder lerne, besser damit umzugehen.

Ich finde, durch die eigenen Kinder kann man enorm viel lernen – dafür bin ich so dankbar <3

Kann man es jedem recht machen?

Aber auch der Punkt „man kann es nicht jedem recht machen“ ist sehr wichtig für mich. Ich bin ein Mensch, der möchte, dass es für alle meine Mitmenschen stimmt. Was jedoch schlicht und einfach nicht möglich ist. Man kann nicht überall 100% geben und alles perfekt machen.

Auch die Meinungen sind verschieden und gehen auseinander.

Über mich
Der liebe Haushalt

Haushalt. Ja der Haushalt ist so eine Sache bei mir. Wie ich oben schon geschrieben habe: ich bin perfektionistisch, was den Haushalt angeht und möchte jeden Tag alles aufgeräumt und sauber haben. Was aber natürlich mit zwei Kindern einfach nicht möglich ist. Kaum hat man die Wäsche gewaschen, gibt’s wieder neue Berge. Kaum hat man staubgesaugt, liegen wieder die ersten Krümel rum usw.

Meine Hebamme hat mir schon im Wochenbett gesagt, dass ich dort einen Gang runter schrauben soll und mich weniger stressen soll damit.

Und tatsächlich: ich konnte es umsetzen und bin wahnsinnig stolz auf mich! Und wer jetzt denkt, dass wir nun so leben wie Familie Flodder, der irrt. Wahrscheinlich sehen Aussenstehende keinen Unterschied, wenn sie zu uns zu Besuch kommen, aber für mich gibt’s diese 🙂

Öfter mal nein sagen

Nein sagen. Hört sich doch einfach an oder? Naja, eigentlich ist das keine Schwäche von mir, wenn man es genau nimmt. Jedoch versuche ich oft, Dingen zuzustimmen, welche ich besser im Vornherein genau überlegt hätte und im Nachhinein merke, dass es für mich eigentlich gar nicht stimmt.

Auch das habe ich dieses Jahr besser umsetzen können.

Was bringt es mir, wenn ich irgendwo zustimme, im Nachhinein aber merke, dass es mir total gegen den Strich geht? Dann überlege ich lieber zweimal und teile das auch so mit. Das kommuniziere ich dann so: „ich überlege es mir noch“ oder „schauen wir mal“.

Denn alle mit Kindern wissen, dass man nichts planen kann! Es ändert sich sowieso noch 100 mal 🙂

Ich denke, ich habe dieses Jahr wieder enorm viel über mich gelernt und ich weiss, dass ich es nicht jedem recht machen kann / muss. Für mich hört sich das zwar egoistisch an, aber ich weiss, dass es einfach nicht möglich ist. Ich finde es enorm wichtig, dass man im Leben nur Dinge tut, die auch für einen persönlich stimmig sind. Denn jeder hat eine eigene Grenze, die man auch respektieren sollte. Das Leben ist zu kurz, um sich nur anderen anzupassen und man sollte es geniessen und dankbar sein.

Wie seht ihr das?

Hattet ihr dieses Jahr auch Themen, an denen ihr gearbeitet habt?

Was konntet ihr über euch selbst lernen?

Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich vom Jahr 2019 und bin gespannt, was das Jahr 2020 für mich und meine Familie bereit hält. Euch wünsche ich einen guten Rutsch und tolle Stunden mit euren Liebsten. Bis bald!

Über mich

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