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Nahrungsmittel-Intoleranzen – wenn der Bauch Probleme macht

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Intoleranzen sind recht häufig und es gibt viele unterschiedliche. Jeder kennt einen, der einen kennt, und der kennt einen usw. 🙂

Da ich selber betroffen bin, möchte ich euch heute gerne etwas darüber erzählen. Ebenfalls berichte ich euch, wie ich mit meinen Intoleranzen umgehe und welche Nahrungsmittel bei mir (das ist sehr individuell!) gut gehen.

Doch was sind diese Intoleranzen oder Unverträglichkeiten genau?

Meine Erfahrung

Jahrelang litt ich unter schlimmen und mal weniger schlimmen Magen- und Darmproblemen. Eigentlich vertrug ich als Kind schon diverse Nahrungsmittel nicht, es störte mich aber nicht weiter und ich dachte halt, dass das so sein muss… Es wurde aber mit den Jahren immer schlimmer und als ich dann vor über zwei Jahren einen ganz schlimmen Norovirus durchmachen musste, geriet mein Darm völlig ausser Kontrolle. Seither konnte ich eigentlich nie mehr normal essen. Die Ärzte, welche ich besuchte, schoben es auf Reizdarm und Stress (wird offenbar noch oft so diagnostiziert). Trotzdem ging es mir aber immer schlechter und ich machte mir langsam Sorgen. Ich wurde immer dünner und bleicher, sah ungesund aus. Dem wollte ich ein Ende setzen und ging zum Gastroenterologen. Dieser meinte sofort, dass meine beschriebenen Beschwerden auf eine Fructosemalabsorption oder Lactoseintoleranz hindeuten. Um diese Vermutung zu bestätigen, musste ich zu einem Test antreten. Nüchtern und morgens früh, nicht gerade meine Spezialität muss ich sagen. Ich musste dann auf nüchternen Magen zwei riesen Gläser puren Fruchtzucker trinken (ich brachte sie kaum runter, wär hätte es gedacht). Dann hiess es alle halbe Stunde Blutzucker-Wert messen. Bei mir rebellierte mein Darm bereits 10 Minuten nach Einnahme dieses Getränks und ich sass die ganze Untersuchung (2,5 Stunden!) auf der Toilette… mehr muss ich wohl nicht mehr erzählen 🙂 dieser Test fiel ganz deutlich positiv aus – sogar der Gastroenterologe meinte, dass er noch nie jemanden gesehen hat, der so schnell mit solchen Beschwerden darauf reagiert hat.

Ähnlich lief es dann beim Milchzucker-Test ab. Allerdings hatte ich dort fast keine Beschwerden, bin aber gerade grenzwertig intolerant. Seitdem ich konsequent auf Lactose verzichte, geht es mir viel besser.

Jedenfalls wurde ich dann direkt zum Ernährungsberater überwiesen. Dort durfte ich zwei Monate lang ein Tagebuch darüber führen, was ich gegessen habe. So konnten wir rasch rausfinden, welche Nahrungsmittel mir so Probleme machten.

Vor allem die Fructose war schwierig in der Umstellung. Denn Fructose ist fast überall drin: in Gemüsen, Früchten (logisch 🙂 ), diverse Zuckerarten (vor allem Haushalts- und Rohrohrzucker). Aber man gewöhnt sich auch daran 🙂

Nachdem ich mich danach monatelang nach FODMAP ernährt habe, merkte ich immer wie mehr, wie meine Energie zurückkam und ich wieder viel besser essen konnte, ohne gleich wieder Beschwerden zu haben. Ich nahm sogar wieder zu (ich war deutlich untergewichtig durch diese Intoleranzen) und fühlte mich einfach viel besser.

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Heute kann ich sogar wieder viele Lebensmittel essen, die Lactose oder Fructose enthalten, einfach in meiner individuellen Menge:

  • Rote Linsen
  • Peperoni
  • Tomaten
  • Äpfel
  • Birnen
  • Datteln (allerdings nur wenige)

Was noch nicht geht:

  • Kichererbsen (leider) 🙁
  • Alle Lebensmittel, die Haushalts- oder Rohrohrzucker enthalten (finde ich aber nicht schlimm, weil ich diesen Zucker sowieso meide)
  • Fructose/Glucosesirup- haltige Lebensmittel (meide ich aber auch so oder so)
  • Weichkäse geht nur in ganz geringen Mengen
  • Alkohol (trinke ich aber sowieso nicht 🙂 )
  • Butter
  • Rahm

Wie äussern sich meine Beschwerden und was tue ich dagegen?

Beschwerden, auf Grund der Fructose äussern sich meistens erst am nächsten oder sogar übernächsten Tag. Ich kriege starke Blähungen (ich sehe dann aus, als wäre ich im sechsten Monat schwanger!), Magenschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, saures Aufstossen, Durchfall, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit… Ich könnte hier noch weitere Beschwerden aufzählen, die diese Intoleranz bei mir verursacht. Diese sind aber natürlich sehr individuell und ich konnte sie lange nicht einordnen.

Bei der Lactose reagiere ich viel schneller, meistens innerhalb weniger Stunden und sicher noch am gleichen Tag: Bauchschmerzen, Übelkeit, Magenbrennen, seltener Durchfall.

Das hilft mir dagegen:

  • Wärme, Wärme, und nochmals Wärme! Mein bester und treuster Begleiter (nebst meinem Lieblingsmann natürlich :)) ist die Wärmeflasche! In meinem Fall das Faultier namens Charlie. Man kann eine Wärmeflasche in Charlies Rücken stecken und er hilft mir dabei sehr gut
  • Fencheltee! Ist sowieso meine erste Hilfe bei allem – siehe HIER
  • Iberogast (hilft erstaunlich schnell und ist pflanzlich) ACHTUNG: dies ist meine persönliche Erfahrung, ich bin weder Ärztin noch Apothekerin 😉

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Ich denke, es ist einfach eine Umgewöhnung und man muss sich gut mit seiner Ernährung befassen – was ich im Übrigen sehr spannend finde!

Habt ihr auch Intoleranzen oder Unverträglichkeiten? Erzählt mir mehr darüber 🙂

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