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Müssen Kinder schlafen lernen?

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Empfehlungen von Anderen?

Einer meiner ersten Blogeinträge dreht sich um ein wichtiges Thema:

Kinder und das Schlafen lernen. Müssen sie dies können? Gute Frage eigentlich.

Denn wenn es nach den Generationen meiner Eltern und Grosseltern geht, ganz klar JA.

Da wird einem empfohlen, die Kleinen im zarten Alter von drei Monaten oder sogar schon ab Geburt in das eigene Bett und wer ganz konsequent sein will, auch ins eigene Zimmer zu legen.

Wie war es bei uns?

Nun, wie haben wir es gemacht? Ich erzähle es euch gerne.

Zuerst einmal war mir schon von Beginn meiner Schwangerschaft an klar, dass ich zusammen mit meinem Partner unser Kind so erziehen möchte, wie es für uns stimmt (das ist wohl für alle so). Generell bin ich jemand, der eine eigene und auch starke Meinung besitzt und sich auch für diese einsetzt.

Unsere Tochter also, schlief die ersten drei Wochen AUF uns drauf. Da ich voll gestillt habe, war dies sowieso das einfachste und so kam ich (meiner Meinung nach) zu genügend Schlaf.

Nach diesen ersten drei Wochen, lag sie bis sie drei Monate alt war, jede Nacht zwischen uns. Ich möchte anmerken, dass wir ein verhältnismässig kleines Bett (140 x 200 cm) haben und nicht gerade viel Platz zur Verfügung stand. Und trotzdem war es für uns das schönste Gefühl, zu wissen, dass unser kleines Baby jede Nacht so nah bei uns war und sich sicher und geborgen fühlte. Denn ich als Mutter hätte ansonsten keine ruhige Minute schlafen können und wäre ständig zum Baby hin, um zu schauen ob sie noch atmet etc. So war es für uns am entspanntesten.

Entgegen aller Meinungen, die wir uns anhören mussten, betreffend überrollen von den Eltern im Familienbett etc., haben wir uns so entschieden. Denn unsere liebe Hebamme hat uns zur Beruhigung auch nochmal bestätigt, dass wir aus unseren Instinkten raus unser Kind nicht überrollen werden. Und man müsse sich immer wieder sagen, dass andere Völker dieser Erde dies auch so machen mit ihren Babys (seit Jahrtausenden).

Als E. dann drei Monate alt war, schlief sie im Beistellbett neben mir. Das klappte ganz gut. Ich denke, es war für uns alle wichtig, dass wir uns Schritt für Schritt in Richtung eigenes Bett und dann auch eigenes Zimmer bewegten.

Im Alter von sechs Monaten wagten wir dann den nächsten Schritt und versuchten E. im „grossen“ Bett in ihrem eigenen Zimmer schlafen zu legen. Es klappte immer sehr gut. Da sie bereits mit 12 Wochen durchschlief, war auch das kein Thema mehr.

Bis heute schläft sie mal mehr, mal weniger ( 🙂 ) gut.

Seit zwei Monaten schläft sie nun im grossen Kinderbett und bis auf einen Sturz aus dem Bett (sie landete glücklicherweise weich), läuft alles gut.

babyschlaf

Von Zitaten und eigenen Instinkten

Ein passendes Zitat habe ich mal dazu gefunden, es begleitet mich bis heute immer wieder:

„Der Mensch ist das einzige Säugetier, das seine Jungen in einer eigenen Höhle schlafen lässt.“

Ich denke, wichtig ist, dass man auf seine eigenen Instinkte hört und vor allem auf das Kind eingeht. Es ist eine sehr individuelle Angelegenheit und jedes Kind hat andere Bedürfnisse.

Die einen schlafen mit zwei Jahren noch nicht durch (geschweige denn im eigenen Bett) und wieder andere von Anfang an.

Da muss man sich wirklich voll und ganz auf das Kind einstellen und für sich als Familie eine Lösung finden, die passt.

Und die gut gemeinten Ratschläge kann man bestenfalls einfach annehmen und sich bedanken dafür 🙂

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