In Baby/Kleinkind/ Schwangerschaft

Kaiserschnitt oder Spontangeburt?

kaiserschnitt

Gute Frage, oder? Eigentlich finde ich es eine ziemlich wichtige Frage. Aber sie ist so individuell zu beantworten. Jede Frau macht hier ihre eigenen Erfahrungen. Es ist für mich aber ein sehr interessantes Thema und ich finde es immer wieder spannend, wenn andere Frauen von ihren Geburten erzählen.

Selbstbestimmte Geburt

Während meiner Schwangerschaft mit E. habe ich mir von Beginn an eine natürliche und vor allem selbstbestimmte Geburt gewünscht. Da ich ein absoluter Kontrollfreak bin, konnte ich mir nicht vorstellen, dass man mir mein Baby rausoperieren würde. Und ein Kaiserschnitt ist halt ein Eingriff in den Körper, was ich mir noch weniger vorstellen konnte. Ich wurde noch nie operiert und war allgemein noch nie stationär hospitalisiert.

Der einzige Grund, der für einen Kaiserschnitt sprach, war, wenn es mir oder dem Baby aus medizinischen Gründen nicht gut geht. Da wollte ich natürlich kein Risiko eingehen – denn Gesundheit geht vor!

Schon früh fing ich während der Schwangerschaft an zu recherchieren, Bücher zu lesen, meine Hebamme zu fragen usw.

Geburtsort

Wichtig war für mich nicht nur die Frage nach dem WIE, sondern auch nach dem WO. Eine Hausgeburt kam auf Grund meiner etwas Risiko reichen und vorbelasteten Schwangerschaft nicht in Frage und ich fühlte mich beim ersten Kind zu wenig sicher. Ein Geburtshaus wäre eigentlich optimal gewesen, aber zu diesem Zeitpunkt gab es nur eines, welches 40 Minuten Autofahrt entfernt lag. Für uns war das aber zu weit entfernt und wir entschieden uns für eine Hebammengeburt in einem Universitätsspital. Dieses war zu Fuss in 5 Minuten erreichbar. Bei einem zweiten Kind werde ich aber definitiv in ein Geburtshaus gehen (natürlich nur, wenn keine Komplikationen bestehen), denn es wird ein Neues in unserer Nähe geben 🙂

Positive Einstellung

Meine Hebamme und mein damaliger Frauenarzt haben mir übrigens die ganze Schwangerschaft hindurch Mut gemacht, dass ich spontan werde gebären können. Denn ich musste mir (von älteren Generationen) anhören, dass ich mit meinem zierlichen Körperbau und einem (angeblich!) zu engen Becken, nicht spontan werde gebären können. Na danke aber auch… Jedenfalls war ich seit Beginn sehr positiv eingestellt und ich habe mich ausführlich informiert. Was ich aber versucht habe, zu vermeiden, waren die ganzen Horrorgeschichten von Geburten. Die wollte ich einfach nicht hören. Ich wollte meine eigenen Erfahrungen machen und mich nicht reinsteigern in negative Gedanken. Ich glaubte einfach daran und versteifte mich aber gleichzeitig nicht zu fest auf meine Wunschgeburt.

Persönliche Erfahrung

Tatsächlich konnte ich dann innerhalb von 7 Stunden eine schöne natürliche Geburt ohne Medikamente und Hilfsmittel erleben. Ich konnte es selber nicht glauben, denn tief in meinem Inneren hatte ich doch immer Angst, dass es doch ein Kaiserschnitt werden würde. Es war eine sehr selbstbestimmte Geburt und die Hebammen haben alles so umgesetzt, wie wir es uns vorstellten und wie wir es vorbesprochen haben.

Ambulante Geburt

Ich persönlich würde auf jeden Fall wieder eine Spontangeburt wählen, denn ich stand kurz nach der Geburt selbständig auf, ging duschen und am gleichen Abend (ambulante Geburt) spazierten wir die 5 Minuten Fussweg wieder nach Hause. Nach einem Kaiserschnitt hätte ich das nicht gekonnt… Ein weiterer Grund, wieso ich spontan gebären wollte: Ich konnte das Spital schnell wieder verlassen, denn ich bin eine „Spitalphobikerin“ und wollte einfach so schnell wie möglich in meine eigenen vier Wände.

ABER: Es gibt halt auch Frauen, die aus medizinischen Gründen nicht spontan gebären dürfen (zum Beispiel bei Beckenendlage teilweise, bei Plazenta praevia totalis, usw.) Wie gesagt: Gesundheit geht vor und wichtig ist doch, dass es uns und unseren Babys gut geht 🙂 Es muss für die Frau stimmen und da ist jeder individuell.

An meine Leserinnen unter euch: Wie sind eure Erfahrungen zum Thema Geburt?

Das könnte Dir auch gefallen

Keine Kommentare

Antworten