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Hormonfreie Verhütung

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Heute spreche ich wieder ein Thema an, was mich in meinem Leben schon länger begleitet.

Ich denke, jede Frau hat ihre eigene Verhütungsgeschichte zu erzählen. Mir ist wichtig, dass dies meine persönliche Erfahrung ist und ich niemanden für oder gegen die Verhütungsmethoden überzeugen will.

Die eigene Verhütungsgeschichte – Start mit der Pille

Meine Geschichte begann (wie bei fast jeder Frau in meiner Generation) mit der Pille. In meinen Jahrgängen haben von Beginn an fast alle Frauen mit der Pille verhütet. So auch ich. Die erste Pille habe ich damals mit 14 Jahren geschluckt und musste sie bereits nach wenigen Monaten wechseln, weil ich so starke Stimmungsschwankungen hatte (ich heulte einfach grundlos drauflos!).

Dann nahm ich jahrelang eine andere Pille. Es ging mir gut, ich hatte keine Pickel mehr (wobei ich sowieso zu den glücklichen Frauen zählen darf, die selten Pickel haben), und ich schluckte diese Pille akribisch genau zur Verhütung.

NuvaRing

Irgendwann (ca. nach 4 Jahren) stiess ich auf den NuvaRing. Das hörte sich doch super an: man muss diesen Ring nur alle drei Wochen entfernen, kriegt die Periode und setzt wieder einen neuen ein. Also nichts mehr mit „jeden Tag daran denken zu müssen, eine Pille zu schlucken“. Ein weiterer Vorteil vom Ring wurde mir dann erst 2-3 Jahre später klar: ich konnte mit dem Ring meine Periode verschieben. Das heisst, ich habe den Ring einfach monatelang „durchgenommen“ und die Periode nur alle paar Monate wieder kommen lassen.

Was stimmt mit mir nicht?!

Irgendwie hatte ich aber da schon das Gefühl, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt. Denn auch da hatte ich Stimmungsschwankungen und fühlte mich wie fremdgesteuert. Dieses Gefühl hatte ich wohl seit Jahren, es aber nicht wahrgenommen.

Da fing ich an zu recherchieren (das war 2012 – auch in der Zeit als ich mich über die Menstruationstasse informierte) und merkte, dass dieses Gefühl offenbar von der künstlichen Hormonzufuhr stammen könnte.

Da dachte ich mir, ich werde ab jetzt hormonfrei verhüten und liess mir die Gynefix (Kupferkette) einsetzen.

Hormonspirale

Was ich dann auch tat bis nach der Geburt meiner Tochter. Da habe ich den Fehler begangen, meinem Frauenarzt (das hört sich so an, als wäre dieser ganz schlecht, ist er aber nicht, er war toll 😉 ) zu vertrauen. Er empfahl mir eine neue Hormonspirale, die ganz niedrig dosiert sei (für mich kam die Kupferspirale leider wegen der starken Blutungen nicht in Frage). Ich war sehr skeptisch und habe ihm gesagt, dass ich Hormone offenbar nicht vertrage.

Wie alle Frauenärzte meinte er: „Die Hormonspirale wirkt nur lokal“. Natürlich tut sie das eben nicht! Die Hormone gelangen in den Blutkreislauf…

Tja, was soll ich sagen, ich habe sie mir trotzdem einsetzen lassen. Ich bin ein sehr schmerzunempfindlicher Mensch (was mir in meinem Leben auch schon einige Male so gesagt wurde), aber das Einsetzen der Spirale war wirklich Horror! Mache ich nie mehr! Ich hatte danach tagelang (es wurde mir gesagt, diese Schmerzen dauern ein paar Stunden) extrem starke Bauchschmerzen und mein Körper wehrte sich offenbar gegen diesen Fremdkörper.

Ein paar Wochen später merkte ich dann, dass ich wieder Recht hatte.

Die folgenden Nebenwirkungen habe ich erlitten:
  • Gewichtszunahme
  • Extreme Stimmungsschwankungen, bis depressive Zustände
  • Angstzustände
  • Herzrasen
  • Pickel
  • Zyklusverschiebung (Zyklusdauer bis 40 Tage)
  • Starke Blutungen
  • Zwischenblutungen

Ich könnte hier noch endlos weitere Nebenwirkungen aufschreiben.

Mein Arzt meinte, das brauche etwa drei Monate, bis sich alles wieder eingespielt hat. Und ich wartete ab. Versuchte irgendwie positiv zu denken. Im Hinterkopf wusste ich aber, dass das wohl nichts mehr wird, schon nur wegen der Vorgeschichte.

Da sich nichts änderte, liess ich sie mir nach sechs Monaten wieder ziehen. Denn als ich plötzlich Herzrasen hatte, war für mich endgültig Schluss und ich schwor mir, nie mehr mit künstlichen Hormonen zu verhüten.

Diaphragma und Kondome

verhütung

Nun verhüten wir mit Diaphragma und Kondomen. Hier ist der Vorteil, dass man wirklich nur verhütet, wenn man auch GV hat. Man muss an keine Pille, keinen Ring usw. denken. Allerdings muss man die Handhabung mit dem Diaphragma üben und sich zeigen lassen, wie man es genau einsetzt.

Daysy – Zykluscomputer

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Seit ein paar Wochen verwende ich jetzt auch die Daysy, um meinem Zyklus noch besser kennen zu lernen. Denn ich habe auch ohne Hormone den regelmässigsten Bilderbuchzyklus den es gibt! Den will ich mir nicht künstlich durcheinander bringen. Ich gehöre zu den Frauen, die den Eisprung spüren und ich kann immer genau sagen, wo ich mich im Zyklus befinde. Aber die Daysy hilft mir, mittels meiner Basaltemperatur genauer zu sagen, wie es aussieht.

Ich wünsche mir, dass ich (oder wir) irgendwann ganz diesem Zykluscomputer und meinem Körper vertrauen kann 🙂

AVA Armband

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Bald werde ich euch auch über das AVA Armband berichten, welches ich aktuell teste 🙂 Ihr bekommt übrigens mit dem Code KAESE20 20 CHF/EUR Rabatt auf den Kauf eines AVA Armbandes 🙂

Übrigens habe ich euch hier noch zwei Buchtipps zum Thema:

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Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht? Ich finde das sehr interessant, denn jede Frau und ihr Körper sind individuell 🙂

 

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