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Hebammenbegleitende Schwangerschaft

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Als ich mit unserer Tochter schwanger war, wusste ich von Anfang an, dass ich meine Schwangerschaft von einer Hebamme begleiten lassen möchte und nur für die Ultraschall-Untersuchungen zum Frauenarzt fahre.

Da mir das wirklich sehr wichtig war, suchte ich bereits in der Frühschwangerschaft nach einer tollen Hebamme (die ich dann auch beim ersten Kontakt fand). Gerade in Städten wie Bern, ist es offenbar schwierig, weil viele Hebammen ausgebucht sind.

Eine Hebamme findet ihr zum Beispiel unter:

http://www.hebamme.ch/de/

oder

https://www.bernerhebamme.ch/ (Kanton Bern)

Zeitmangel bei Ärzten

Für mich (und auch meinen Partner) war es wichtig, dass wir gerade beim ersten Kind eine Begleitperson haben, welche sich Zeit nimmt für die Kontrollen, aber auch wenn Fragen anstehen. Nichts gegen Frauenärzte oder generell Ärzte, aber wir wissen alle, dass diese oftmals einfach zu wenig Zeit für einen Patienten aufbringen können, selbst wenn sie das möchten.

Gerade bei einem so speziellen und aufregenden Ereignis wie der ersten Schwangerschaft (oder auch bei den Weiteren 🙂 ), möchte man jederzeit Fragen stellen können, wenn man unsicher ist. Egal zu welchen Themen. Uns wurde alles ausführlich beantwortet und viele wertvolle Tipps mitgegeben.

Doppeltes Hebammenglück

Wir hatten das Glück, dass uns gleich zwei Hebammen durch die Schwangerschaft begleiteten. Die zweite Hebamme war damals noch in Ausbildung und war zwar nicht ganz von Beginn der Schwangerschaft dabei, aber wir schlossen sie schnell ins Herz.

Kontrollen zu Hause

Ein weiterer Vorteil für uns war, dass die Hebammenpraxis nicht weit von unserem zu Hause ist, sodass ich (gerade zu Beginn der Schwangerschaft, als mich eine extreme Übelkeit plagte) nicht weit hatte, um die Termine wahrzunehmen. Hebammen kommen aber auch, sofern man das möchte, zu einem nach Hause. Denn sie haben einen ganz tollen Koffer, mit dem sie alle Untersuchungen auch zu Hause machen können. Ein mobiler Hebammenkoffer also.

Geburtsvorbereitungskurs

Das Thema Geburtsvorbereitungskurs beschäftigte uns natürlich von Anfang an. Beim ersten Kind kann man sich einfach nicht vorstellen, was da auf einen betreffend Geburt zukommt. Mir war es wichtig, dass mein Partner viel über das Thema Geburt lernt, damit er auch weiss, wie er mir in dieser aussergewöhnlichen Situation helfen kann. Das nimmt Unsicherheit und beruhigt schon mal zum Vornherein beide Parteien. Frauen wissen meist schon vorher (grob) Bescheid, wie eine Geburt abläuft (ablaufen könnte, denn man weiss ja nie was kommt) und trotzdem ist es spannend, wenn man von einer Fachperson viel Neues dazulernt und zusätzlich Übungen für die Geburt mit auf den Weg bekommt.

Den Geburtsvorbereitungskurs konnten wir in der Praxis unserer Hebamme machen.

Zusätzliche ergänzende Therapien

Bei meinem relativ kleinen und schlanken Körperbau war es irgendwann klar, dass ich ab dem dritten Trimester mit sehr unangenehmen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte. Da empfiehl mir meine Hebamme die Cranio-Sacral-Therapie. Diese konnte ich in der Praxis wahrnehmen und war dabei jedesmal ganz entspannt, ich konnte wieder Kraft tanken. Das Beste daran war, dass sich auch mein Baby im Bauch während der Behandlung entspannte.

Alternative Medizin

Gerade in der Schwangerschaft sollte man nicht wahllos irgendwelche Medikamente ohne Absprache mit der Hebamme (oder dem Frauenarzt) einnehmen.

Ein weiterer Grund für uns, bei Beschwerden die Hebamme anzufragen. Diese hat ein grosses Repertoire an Homöopathie, Hausmittelchen, Massagen, Wickel etc., welche man in der Schwangerschaft bedenkenlos anwenden kann.

Wochenbett-Hebamme

In der Schweiz ist es so, dass man eine Wochenbett-Hebamme während 10 Terminen nach der Geburt in der Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt hat. Gerade wenn man ambulant geboren hat (wie in unserem Fall), muss die Nachsorge durch eine Hebamme gewährleistet sein. Die Hebamme hilft einem beim Stillen, hilft bei der Babypflege, gibt Tipps zur Mama-Pflege (zum Beispiel bei eventuellen Geburtsverletzungen, zur Ernährung, Sexualität, Beckenboden-Training), sie ist einfach DIE Ansprechsperson in der Anfangszeit schlechthin.

Bei einer weiteren Schwangerschaft werden wir uns wieder an unsere Hebammen wenden 🙂

Auch für meinen Partner waren diese beiden Frauen gold wert!

Hier noch eine Buchempfehlung zum Thema:

Die Hebammensprechstunde – Ingeborg Stadelmann

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(Quelle Internet)

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