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At home

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Der Titel könnte nicht passender sein oder? Nach der ganzen #stayathome Debatte. Ironie off – es ist in der Zwischenzeit «viu Wasser d Aare ab» 🙂

Nun wie beginne ich? Verschiedene Gedanken zu der Corona-Thematik schwirren mir im Kopf herum.

Anfangs dachte ich «oh, wie soll ich das alles schaffen?» «was passiert, wenn jemand von uns krank wird, und ins Spital muss? Man kann ja niemanden besuchen gehen» usw. Ihr könnt diese Ängste und Gedanken sicher nachvollziehen.

Kinder, welche plötzlich nicht mehr in den Kindergarten, die Kita oder in die Schule gehen konnten. Eltern, welche plötzlich von zu Hause aus arbeiten mussten (komplett oder teilweise, wofür wir sehr dankbar sind). Alltagsabläufe, welche angepasst werden mussten. Geliebte Menschen, welche man nicht mehr sehen konnte. Spielplätze mussten gemieden werden, einkaufen konnte nur noch ein Erwachsener (allein versteht sich!). Es wurde alles irgendwie organisiert und komplizierter.

at home

Zu Hause wurden viele Bastelsachen bestellt, Kinderbücher ausgesucht (nicht nur für die Kinder, wie ihr mich kennt :-)), Programme für zu Hause überlegt.

Die Wohnung wurde entrümpelt, Frühlingsputz gemacht, alles neu organisiert. Welch Wohltat!

In die Frühlingsferien konnten wir nicht verreisen, wie ursprünglich geplant. Das wird nun einmal nach hintengeschoben, wie bei so vielen Leuten.

Man lernte als Familie, dass man auch 24/7 (praktisch) aufeinander hocken kann, ohne sich die Köpfe einzuschlagen – meistens 🙂

Es gab Tränen, Wutanfälle, Erschöpfungszustände. Es ist anstrengend, wenn man dauernd zu Hause aufeinander sitzt und noch weniger Zeit für sich hat als vorher. Das ist die Realität. Es gibt nichts schönzureden.

Alle hatten plötzlich einen anderen Alltag.

Oft wurde ich gefragt, wie es mir in dieser Zeit geht.

Und wisst ihr was? Ich bin positiv überrascht!

Ich habe die gemeinsame intensive Zeit mit meinen beiden Kindern und meinem Mann enorm genossen.

Mein Mann war durch das Homeoffice mehr zu Hause, konnte mit uns zusammen zu Mittag essen, betreute die Kinder, während ich arbeitete. Er hatte sehr viel Zeit mehr mit unseren Kindern, was es so sonst nicht gibt.

Mit meiner älteren Tochter, welche sonst in den Kindergarten geht, konnte ich wieder viel mehr Zeit verbringen und ich weiss, dass ich das sehr vermissen werde!

Aber auch die Geschwister unter sich sind noch einmal auf eine ganz besondere Art zusammen gewachsen – es hat uns als Familie sehr zusammengeschweisst.

at home

Wir haben uns auf uns als Familie konzentrieren können, hatten keinen Termindruck.

Wir mussten nicht überlegen, wo wir denn noch hingehen könnten, welcher Ausflug toll wäre. Wir konnten spontan entscheiden, in den Tag hineinleben. Was machen wir heute? Wozu haben wir Lust?

Klar, wir verbrachten viel Zeit draussen, da es ja über einen Monat nicht geregnet hat. Wir haben die Sonne genossen, unseren Balkon bepflanzt. Frühlingsdinge eben, ohne Menschenansammlungen.

Diese Zeit – sie kommt (vielleicht) nie wieder?

Ihr seht: ich kann aus dieser besonderen Coronazeit durchaus Positives ziehen.

Ich finde, es hat beide Seiten und trotzdem: wenn ab Mitte Mai alles wieder etwas „normaler“ läuft, werde ich diese Zeit sicher vermissen. So viel intensive Familienzeit gibts nicht immer…

Das Bild mit der Postkarte wird mich jedenfalls immer an diese spezielle Zeit erinnern.

Und nun: bleibt gesund und alles Liebe ♡

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